20.10.2010

Welt-Alzheimer-Tag: Vorbeugen, Vorsorgen, Mitmachen

Um auf das Thema Alzheimer aufmerksam zu machen und die Menschen darüber zu informieren, veranstaltet die AFI regelmäßig Vorträge. Der Welt-Alzheimer-Tag am 21. September möchte Menschen dazu anregen, sich bewusst mit der Alzheimer-Krankheit auseinanderzusetzen. Rund um diesen wichtigen Tag hat die AFI aktiv an einer Reihe von Veranstaltungen mitgewirkt.  

Selbstbestimmtes Leben im Alter

Unter dem Motto „Selbstbestimmtes Leben“ fand am 8. September in Düsseldorf ein Seniorentag statt, der von der Diakonie und der AWO organisiert wurde. Neben der Alzheimer Forschung Initiative wirkten viele Gruppen und Vereine an diesem Tag mit und informierten die Besucher an Informationsständen über ihr Angebot. Teil des Tagesprogramms war eine Reihe von Fachvorträgen.

Über das Thema Patientenverfügung informierte Rechtsanwalt Christoph Sasse. Dieser Vortrag gehört zu einer Reihe von Vorträgen, die die AFI in diesem Jahr organisiert hat. Auch für das nächste Jahr sind weitere Vorträge zu diesem und anderen rechtlichen Themen geplant.

Zu den Themen Testament und Erbe sowie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht haben wir eine umfangreiche Informationsmappe zusammengestellt. Diese Informationen können Sie hier anfordern

Alzheimer aktiv vorbeugen

Einen besonderen Schwerpunkt der Aufklärungsarbeit der AFI bildet das Thema Vorbeugung. „Vorbeugen gegen Alzheimer - Wie Sie geistig fit bleiben können“ lautete der Vortrag der Frankfurter Psychologin Valentina Tesky am Welt-Alzheimer-Tag in Düsseldorf. Frau Tesky sprach über Symptome, Diagnose und Verlauf der Alzheimer-Krankheit. Die Ursache für die Alzheimer-Krankheit ist eine Kombination von unveränderbaren genetischen Faktoren und beeinflussbaren Umwelt- und Sozialfaktoren. Besonderes Gewicht lag während des Vortrags auf den Risiko- und Schutzfaktoren, die jeder Einzelne beeinflussen kann.

Eine Zusammenfassung dieses Vortrags können Sie hier herunterladen

Tipps und Anregungen für ein aktives Älterwerden finden Sie in unserer Broschüre „Alzheimer vorbeugen – Was ist möglich“, die Sie bei uns online anfordern können

Alzheimer soll kein Tabu-Thema bleiben

Dr. Michael Lorrain und Prof. Dr. Konrad Maurer aus dem AFI-Vorstand beantworteten am Welt-Alzheimer-Tag die Fragen interessierter Zeitungsleser am Telefon. Zu diesem Anlass warb Dr. Lorrain für eine größere Offenheit im Umgang mit dem Thema Alzheimer und warnte gleichzeitig davor, die Auswirkungen der Krankheit zu unterschätzen

„In der Gesellschaft wird das Phänomen Alzheimer leider noch unterschätzt. Diese Krankheit stellt für unsere alternde Bevölkerung eines der wichtigsten zu lösenden Gesundheitsprobleme dar. Die Gesellschaft ist in allen Altersstufen betroffen, Patienten und ihre Partner, Kinder und Enkelkinder. Nur durch Forschung kann es bessere Behandlungsmöglichkeiten geben und hoffentlich eines Tages die Heilung der Alzheimer-Demenz“, so Lorrain.

Häufige Fragen an die Experten

Ich vergesse manchmal Namen, habe ich bereits Alzheimer?

Die Tatsache, dass Sie uns anrufen und sich diese Frage stellen, ist meist schon ein Indiz dafür, dass Sie nicht an der Krankheit leiden. Gerade in den Anfangsstadien der Erkrankung wollen die Betroffenen nicht einsehen oder zugeben, dass sie ein Problem haben.

Unser Arzt sagt, die Gedächtnisstörungen meiner Frau seien normale Altersvergesslichkeit. Er hat sie aber gar nicht untersucht.

Lassen Sie sich nicht abwimmeln und geben Sie nicht mutlos auf. Gehen Sie zu einem anderen Hausarzt, der Ihnen zuhört, Ihre Frau untersucht und ggf. eine Überweisung zum Neurologen ausstellt. Es ist wichtig, dass Alzheimer entweder ausgeschlossen und die Ursache für die Gedächtnisstörung behandelt wird, oder dass Alzheimer frühzeitig diagnostiziert wird, um mit Medikamenten die Symptome der Krankheit hinauszuzögern.

Meine Frau leidet an Alzheimer und ist oft sehr unruhig. Soll ich mit ihr noch unter Menschen gehen?

Wichtig ist, dass Sie Ihre Frau nicht isolieren. Es ist schön, wenn sie in Kontakt mit Freunden oder Nachbarn bleiben kann. Vermeiden Sie jedoch besser große Menschenmassen wie z. B. samstags in der Stadt beim Einkaufen. Gehen Sie lieber zusammen im Wald spazieren und genießen die Ruhe und die Natur.

Weitere Fragen und Antworten finden Sie in unserer Rubrik Häufig gestellte Fragen

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