Fördermittel für die Alzheimer-Forschung

Da die Ursache für Alzheimer immer noch nicht geklärt ist, ist vor allem Grundlagenforschung von entscheidender Bedeutung. Wir haben das Ziel, mit unseren Projekten dazu beizutragen, dass neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten entstehen, die das Leben der Betroffenen und Angehörigen verbessern. Wir arbeiten dafür, dass Alzheimer eines Tages heilbar ist. Unterstützen Sie dieses Ziel mit Ihrer Spende.

Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1995 die Erforschung der Alzheimer-Krankheit. Es entspricht dabei dem Selbstverständnis der AFI, den Grundsätzen der Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit zu folgen.

Bisher konnten 201 Forschungsaktivitäten mit über 8,4 Mio. Euro gefördert werden. Davon vergab die AFI Mittel für 150 Forschungsprojekte, International Training Grants, Workshops, Symposien und Travel Grants für junge Wissenschaftler. Über den Zeitstrahl oder die Karte auf der Übersichtsseite gelangen Sie zu den Details der Förderung und den Beschreibungen sowie Ergebnissen der einzelnen Forschungsprojekte.

Art der Förderung:Pilot Grant
Projektleiter:Jun.-Prof. Dr. Alexander Büll
Institution:Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für physikalische Biologie
Titel des Projekts:Untersuchung von künstlichen Amyloid-Plaques
Forschungsbereich:Biochemie, Biophysik
Laufzeit:1. November 2016 – 31. Oktober 2018
Fördersumme:€ 40.000

Was wird erforscht?

In den Gehirnen von Alzheimer-Patienten findet man neben abgestorbenen Nervenzellen auch viele kleine Proteinablagerungen, die sogenannten Amyloid-Plaques. Diese Plaques bestehen aus sehr feinen Proteinfasern, die wiederum aus Amyloid-Beta Proteinen zusammengesetzt sind. In den vergangenen Jahren wurden zwar viele Untersuchungen zur Faserbildung im Reagenzglas durchgeführt, der übergeordnete Vorgang der Plaque-Bildung bei der Alzheimer-Krankheit wurde hingegen noch nicht analysiert. Das möchte Jun. Prof. Dr. Alexander Büll von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf ändern.

Wie geht Jun.-Prof. Dr. Alexander Büll dabei vor?

In diesem Projekt wird Jun.-Prof. Büll künstliche Amyloid-Plaques im Reagenzglas erzeugen. Dabei sollen sich die Proteinfasern innerhalb kleiner Mikro-Chips aus Glas und Kunststoff (eine Mikrofluidik genannte experimentelle Methode) in feinen Kanälen zu Proteinklumpen zusammen lagern. Anschließend werden das Wachstum und die Ausbreitung dieser Plaques erforscht. Dabei soll insbesondere auch der Einfluss zusätzlicher Proteine, wie ApoE und Serum Amyloid P, auf die Plaque-Bildung untersucht werden. Dies ist relevant, da gezeigt wurde, dass gewisse Formen von ApoE das Risiko erhöhen, an Alzheimer zu erkranken.

Was ist das Ziel des Forschungsprojekts?

Mit Hilfe dieser neuen experimentellen Plattform soll herausgefunden werden, welche Faktoren bei der Plaque-Bildung eine Rolle spielen. Möglicherweise kann dadurch erklärt werden, warum bestimmte Formen von ApoE ein Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit sind. Diese einzigartige Methode eröffnet zudem der Wirkstoff-Forschung völlig neue Wege. Mit Hilfe der künstlichen Plaques kann der Einfluss zahlreicher Wirkstoffe auf die Plaque-Bildung und -Ausbreitung beobachtet werden. Diese Methode ist nicht nur schnell, effizient und kostengünstig, sondern soll ultimativ auch dazu führen, dass die Zahl der Tierversuche reduziert werden kann.

Wofür werden die Fördermittel verwendet?

Die Fördermittel entfallen auf die Anschaffung eines Fluoreszenz-Mikroskops mit Zubehör (25.000 Euro), Verbrauchsmaterialien (14.000 Euro) sowie auf Kosten für die Teilnahme an Fachkongressen (1.000 Euro).

Foto: patrick-lux.de

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