06.02.2017

Wirkstoff gegen die Alzheimer-Krankheit

Dr. Wolfgang Hoyer (Copyright: Steffen Köhler)Neue Wirkstoffe gegen die Alzheimer-Krankheit werden dringend benötigt. Ein Ansatz kann sein, die Zusammenlagerung von Molekülen des Beta-Amyloid-Proteins zu unterbinden. Bei der Alzheimer-Krankheit verklumpt das Beta-Amyloid-Protein und bildet im Nervengewebe zunächst so genannte Oligomere und später Ablagerungen, so genannte Plaques. Beide wirken toxisch auf das Nervengewebe. Dr. Wolfgang Hoyer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) möchte potentielle Hemmstoffe gegen Beta-Amyloid identifizieren. Wir möchten das zweijährige Forschungsprojekt mit 39.900 Euro unterstützen.

„Damit wir mit unserer Untersuchung starten können, werden wir zuerst ein neues Testverfahren entwickeln, das auf Fluoreszenz basiert“, sagt Wolfgang Hoyer. „Anschließend können wir dann im so genannten Hochdurchsatz-Screening viele dieser Substanzen gleichzeitig testen.“ Gefundene Moleküle zur Hemmung der Beta-Amyloid Ablagerungen können ein Ansatz für ein neues Medikament sein.

690.264 Euro für die Alzheimer-Forschung

Seit 2009 leitet Wolfgang Hoyer die Forschergruppe „Bindeproteine für amyloidogene Peptide und Proteine“ am Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie am Jülicher Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6). Für seine Forschungen erhielt Wolfgang Hoyer unter anderem den „ERC Consolidator Grant“ des Europäischen Forschungsrates, den Ulrich-Hadding-Forschungspreis der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft.

Aktuell starten elf neue Forschungsprojekte im Gesamtwert von 690.264 Euro. Insgesamt konnten wir bislang 201 Forschungsaktivitäten von engagierten Wissenschaftlern mit über 8,4 Millionen Euro finanzieren.

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